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82 Luftballons für den Dalai Lama...

.stiegen am 06. Juli, seinem 82. Geburtstag, im Friedenspark an der Loddenheide in den Himmel - jeder Ballon verbunden mit einer individuell beschrifteten Glückwunschkarte von uns und unseren Gästen. Bevor aber die Leinen los gelassen wurden, feierten wir gemeinsam mit einem kleinen, aber feinen Programm diesen besonderen Anlass unserer Zusammenkunft.

Dr. Thomas Brüninghaus skizzierte zunächst einige Anekdoten aus dem Leben seiner Heiligkeit, diskutierte die Frage, warum der Dalai Lama immer weniger in der Öffentlichkeit in Erscheinung tritt und sprach natürlich auch das besondere und schwierige Verhältnis Tibet – China an, was untrennbar mit dem Dalai Lama verbunden ist.

Aber es sollte ja auch gefeiert werden – natürlich mit Musik. Nach einigen auch ernsten Themen spielte und sang Martje Saljé u.a. ein eigens für den Dalai Lama komponiertes und mit viel Applaus bedachtes Geburtstagslied. Wir danken ihr sehr dafür, ein ganz besonderes Geschenk für alle!

Anschließend zelebrierten die münsteraner Exil-Tibeter in wunderschönen traditionellen, farbenfrohen Trachten ein Dankesritual und sangen, begleitet von Karl Bodmann vom Sinfonieorchester Münster, die tibetische Nationalhymne. Nach diesem sehr berührenden Part wurden wir und alle Gäste mit Gewürzreis und Tee beköstigt – ein Dank der Tibeter für die Veranstaltung und an die Teilnehmer. Dazu ergänzend gab es süße Tsampa-Bällchen, für die meisten Gäste eine kulinarische Premiere und für uns „Alte“ immer wieder ein Genuß. Nach viel Spass und interessanten Gesprächen stiegen zum Abschluss die Glückwunsch-Ballons in den blauen münsteraner Himmel und wurden tatsächlich in Richtung Sonne davon getragen (der Wind stand gut!).

Eine schöne Veranstaltung und wir feuen uns schon auf den nächsten Geburtstag und unsere Feier.

Dr. Thomas Brüninghaus, Martje Saljé
Geburtstagsgäste
Die tibertische Nationalhymne in der "münsteraner Version"
Ein Dankeschön der tibetischen Freunde.
Leinen los!
82 gute Wünsche!


Ein Bildervortrag von Dr. Thomas Brüninghaus am 28.03.2017 in der Alten Post in Drensteinfurt.

Tibet – gestern und heute in all seiner Vielfältigkeit

Auf Einladung des Bürgermeisters von Drensteinfurt, Carsten Grawunder, hat der Sprecher unserer Regionalgruppe, Dr. Thomas Brüninghaus, auf sehr unterhaltsam-informative Art und unterstützt von eigenen Fotografien einen Vortrag über die Situation Tibets und der Tibeter, sowohl in Tibet als auch im Exil, informiert.

Tibet ist das höchstgelegene Land der Erde und Dreiviertel des Landes bestehen aus Bergrücken und Hochebenen, die häufig oberhalb von 5000m liegen, also eine ganz besondere Landschaft und (für uns Nordeuropäer) gekennzeichnet von eher extremen Lebensbedingungen. Anschaulich informierte er begleitet von historischen und aktuellen Bildern über Landschaft, Ökologie und Bevölkerung sowie die politische Situation und das Schicksal der Geflüchteten. So wurden diese einzigartige Himalayaregion und ihre besonderen Bodenschätze vorgestellt, unter Bezug von Hintergrundinformationen hinsichtlich der zunehmenden Ausbeutung dieser Ressoucren, diese wiederum einhergehend mit der Zwangsumsiedlung der Nomaden und all den sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Folgen für die einheimische Bevölkerung. Aber auch der Dalai Lama in seiner Rolle als geistiges Oberhaupt sowie die brisante politische Situation und Verflechtungen von Wirtschaft und Politik waren Thema des Vortrages.


In der ehrwürdigen und sehr charmanten „Alten Post“ kamen im Saal rund 20 Gäste zusammen, die mit viel Interesse den Vortrag verfolgten und anschließend eine sehr engagiert und neugierige Diskussion mit den Vertretern unserer RG führten.


Wir danken Carsten Grawunder und Drensteinfurt!

 

 


Carsten Grawunder & Dr. Thomas Brüninghaus
(Foto: Christiane Mahling)
Carsten Grawunder & Dr. Thomas Brüninghaus
Dr. Thomas Brüninghaus
(Foto: Christiane Mahling)
Dr. Thomas Brüninghaus
Der Bürgermeister von Drensteinfurt, Carsten Grawunder, bedankt sich herzlich für den Vortrag von Dr. Thomas Brüninghaus
(Foto: Christiane Mahling)
Der Bürgermeisters von Drensteinfurt, Carsten Grawunder, bedankt sich herzlich für den Vortrag von Dr. Thomas Brüninghaus
Quelle: Westfälischer Anzeiger, 30.03.2017

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Tsewang Norbu & Christoph Strässer

Der 3. Lhakar-Sonntag: Lesung aus dem Buch "Tibet - Verlorene Heimat" am 12.03.2017

Wir unterstützen die gewaltfreie Lhakar-Bewegung zum Erhalt des tibetischen Kulturgutes, der Förderung & Wiederbelebung alter Traditionen sowie der Sprache und haben durch unsere 3 Veranstaltungen am „Lhakar-Sonntag“ verschiedene Aspekte der tibetischen Kultur in den Mittelpunkt gestellt.

Gemeinsam mit rund 30 interessierten Zuhörern haben wir am 12. März Tsewang Norbu, Mitbegründer des Vereins der Tibeter in Deutschland und der Tibet Initiative Deutschland, und MdB Christoph Strässer (ehem. Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung) bei unserem 3. Lese-Sonntag begrüßt.

Das einführende, hoch interessante Gespräch von Tsewang Norbu und Christoph Strässer gab fundierte Einblicke in die Situation Tibets – heute und gestern – und bekam eine besondere Tiefe durch die sehr persönlichen Erzählungen von Tsewang Norbu als Exiltibeter, der selber 1959 aus Tibet geflohen war. Standen zunächst eher politische Themen im Vordergrund, wurde durch die dann folgende Lesung der Bogen in den kulturellen Bereich geschlagen. Nach einer kurzen Pause, in der wieder Buttertee und Tsampa gereicht wurde, las Tsewang Norbu ausgewählte Passagen aus Thubten Jigme Norbus Lebensgeschichte: "Tibet - Verlorene Heimat". Dieses Buch schrieb Thubten Jigme Norbu, der älteste Bruder des 14. Dalai Lama, gemeinsam mit Heinrich Harrer, mit dem er sich während der vierziger Jahre in Lhasa angefreundet hatte.

Viel zu kurz war die Zeit, wir hätten alle gern mehr gehört und freuen uns, dass das Publikum sich mit herzlichem Applaus bei beiden Gästen bedankte, die sich anschließend auch noch Zeit für persönliche Gespräche nahmen.

Ein besonderer Dank gilt neben unseren Gästen auch den Mitarbeitern von Königs-Sushi, mit denen wir unsere 3 Lhakar-Sonntage gemeinsam umgesetzt haben. Thug je Che!

Tsewang Norbu im Gespräch mit Christoph Strässer.
(Foto: Christiane Mahling)
Als Dankeschön erhält Christoph Strässer von unserem Gruppensprecher Dr. Thomas Brüninghaus die obligatorischen, leckeren Buddha-Bärchen.
(Foto: Christiane Mahling)
Einführende Worte zur Lesung von Tsewang Norbu.
(Foto: Christiane Mahling)
Konzentriert und empathisch trug Tsewang Norbu ausgwählte Passagen vor.
(Foto: Christiane Mahling)

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Musikalische Begleitung durch Moni Marie Domin auf dem Cimbalon

"Die Frauen aus Tibet" von Namgyal Lhama Taklha – eine Lesung von Gabriele Prattki mit Unterstützung von Christa Poppenborg-Schultz

"Die Frauen aus Tibet" von Namgyal Lhama Taklha – eine Lesung von Gabriele Prattki mit Unterstützung von Christa Poppenborg-Schultz aus unserer Regionalgruppe und wunderbarer Musik von Moni Marie Domin auf dem Cimbalon fand letzten Sonntag in Münster im Rahmen der von uns initiierten Lesereihe „Lhakar-Sonntag“ im Restaurant Königs-Sushi statt.

Auch an diesem 2. Nachmittag der Lesereihe standen besondere Aspekte tibetischen Lebens und tibetischer Kultur im Mittelpunkt – aus Frauensicht. Wir haben uns sehr über rund 50 interessierte Gäste gefreut, die Lesung, Musik und Kulinarisches genossen haben.

Gabriele Parattki, die als Autorin und Clownin diversen Münsteranern bekannt ist, las mit ausdrucksstarker und pointierter Stimme Passagen aus den Lebenswelten tibetischer Frauen. Christa Poppenborg-Schultz, ein Mitglied unserer Gruppe, übernahm einzelne Passagen der Texte, so dass ein Stimmenwechsel auch die einzelnen Geschichten ausdrucksvoll unterstrich. Als wunderbare musikalische Ergänzung hat Moni Marie Domin die Lesung auf dem Cimbalon begleitet, so dass die Leseblöcke ihren akustischen Rahmen hatten. Beide Leserinnen und die Musikerin wurden von herzlich teilnehmendem Applaus begleitet.

In den Pausen verwöhnten unsere tibetischen Gastgeber der „Königs-Sushi-Bar“ die Gäste mit tibetischem Buttertee, was für Viele wiederum eine kulinarische Premiere bedeutete.


Am Ende der Lesung dankte unser Sprecher Dr. Thomas Brüninghaus den Vorleserinnen und der Musikerin, übergab kleine Dankespräsente und postulierte u. a. wunderbare „Buddha-Bärchen“ (ohne Gelatine!) einer kleinen berliner Manufaktur, die diese gemeinsam mit einer Behindertenwerkstatt herstellt. Anschließend blieben viele Zuhörer, um sich weiter zu informieren, um zu plaudern sowie einen leckeren Thukpa-Eintopf zu probieren.

Es bleibt zu sagen: unser 2. Lhakar-Lesenachmittag war ein voller Erfolg!

Dank an alle Beteiligten und Gäste!

Tashi Delek!

 

 

Gabriele Prattki und Christa Poppenborg-Schultz
(Foto Christiane Mahling)
Moni Marie Domin auf dem Cimbalon
(Foto Christiane Mahling)
Gabriele Prattki und Christa Poppenborg-Schultz
(Foto Christiane Mahling)
Dr. Thomas Brüninghaus dankt mit Buddha-Bärchen
(Foto Christiane Mahling)
Die "Macherinnen" des Nachmittags: Christiane Mahling, Moni Marie Domin, Christa Poppenborg-Schultz, Gabriele Prattki
(Foto Dr. Thomas Brüninghaus)


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Lhakar-Sonntag in Münster: Lesung aus „Sieben Jahre in Tibet“ mit Hannes Demming


Am 22.1. hat die RG Münster zur ersten Lesung einer neuen Veranstaltungsreihe in Anlehnung an die gewaltfreie Widerstandsbewegung im annektierten Tibet eingeladen: dem Lhakar*-Sonntag. In den Lesungen stehen Aspekte tibetischen Lebens und tibetischer Kultur im Mittelpunkt.

 

Hannes Demming, ein in Münster sehr populärer Schauspieler, Regisseur und Kolumnist präsentierte mit professioneller Leichtigkeit Passagen aus dem Klassiker Heinrich Harrers, denen das zahlreiche Publikum sehr aufmerksam folgte. Die lebhafte Intonation des ausdrucksstarken Künstlers, seine Sprachgewalt und Mimik ließen die Gäste mit den Augen Harrers das Tibet der 40er Jahre erleben, die unglaublichen Widrigkeiten der Reise spüren und den unbedingten Willen Harrers, dieses Land tiefergehend kennen zu lernen. Die Texte wurden von viel Schmunzeln und begeistertem Applaus des Publikums begleitet.

 

In den Pausen verwöhnten unsere tibetischen Gastgeber der „Königs-Sushi-Bar“ die Gäste mit Buttertee und Tsampa, was für Viele eine kulinarische Premiere bedeutete.

 

Die Lesung endete mit einer wunderbaren Passage, in der Harrer und der Dalai Lama aufeinander trafen und somit auch tibetische Tradition, die Harrer brennend interessierte, und „moderne Errungenschaften“, von denen der junge Dalai Lama nicht genug erfahren konnte. Anschließend blieben viele Zuhörer, um sich weiter zu informieren, mit Herrn Demming zu plaudern sowie Momos und Thukpa zu probieren.

 

Ein rundum gelungener Lhakar-Lesenachmittag, der fortgesetzt wird:

 

Am 19. Februar liest Gabriele Prattki, münsteraner Autorin (mit Unterstützung von Christa Poppenborg aus der RG Münster), ausgewählte Texte zu den Lebenswelten tibetischer Frauen aus "Die Frauen aus Tibet" von Namgyal Lhama Taklha.

Am 12. März wird die Reihe mit Auszügen aus Thubten Norbus´ „Tibet – Verlorene Heimat“ durch Tsewang Norbu (1959 aus Tibet geflohen und Mitbegründer des Vereins der Tibeter in Deutschland e.V. sowie Redaktionsmitglied der Zeitschrift BRENNPUNKT TIBET) fortgeführt.

 

Wir freuen uns sehr!

 

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*Lhakar - gewaltfreie Widerstandsbewegung im annektierten Tibet, bei der jeden Mittwoch die ursprüngliche und originäre tibetische Kultur in Kleidung, Sprache, Sitten und Riten gepflegt wird.

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Dr. Thomas Brüninghaus, Sprecher der RG Münster, begrüßt Herrn Demming und die Gäste. (Foto: Sophia Demming)
Hannes Demming nimmt die Zuhörer mit in die 40er Jahre des Heinrich Harrer in Tibet. (Foto: Sophia Demming)
Hannes Demming und seine Zuhörer in Königs-Sushi-Bar. (Foto: Gregor Burchard)
Grespräche und Austausch in der Pause. (Foto: Gregor Burchard)
Ganz in seinem Element lässt Hannes Demming durch Sprache Bilder in den Köpfen der Zuhörer entstehen. (Foto: Sophia Demming)
Wir bedanken uns bei dem wunderbaren Hannes Demming! (Foto: Gregor Burchard)
BRENNPUNKT TIBET / Christiane Mahling
BRENNPUNKT TIBET Artikel zur Lesung